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Pressebericht: 2009

Gut gerüstet für Ausbildung und Beruf

Schüler des Berufsgrundbildungsjahres Holztechnik gestalteten und fertigten einen individuellen Montagekoffer.

Stolz werden die selbst entworfenen und gefertigten Montagekoffer präsentiert (stehend von links): Fachlehrer Klaus Weger, Kevin Krocker, Marcel Kranz, Eduard Heckel, Shpend Bilalli; (kniend von links): Tim Sauer, Marcel Große, Kai Siebald; nicht anwesend: Fachlehrer Frank Bachmann, Schüler: Jan Renner, Stefan Euler

Gut gerüstet gehen die Schüler des Berufsgrundbildungsjahres der Beruflichen Schulen in Bebra ins Berufs- und Arbeitsleben. Doch nicht nur wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten konnten sie sich aneignen. Die Schüler des Berufsgrundbildungsjahres der Fachrichtung Holztechnik entwarfen und fertigten sich einen hochwertigen und modernen Montagekoffer, in dem sie viele Werkzeuge unterbringen können, die sie zukünftig bei einem Montageeinsatz brauchen.

Ob Hobel, Raspel, Säge, Stemmeisen, Hammer, Schraubendreher, Akkuschrauber, Schraubzwingen – alles hat seinen Platz und ist beim Aufklappen übersichtlich angeordnet und sofort griffbereit. „Jeder Schüler hatte viele Möglichkeiten seinen Montagekoffer individuell zu gestalten: Ob Furnierarbeit, Holzart, Werkzeughalterungen, oder die Abmessungen. Es gab viel Spielraum zum Variieren“, erläutert Fachlehrer, Klaus Weger. „So bestand natürlich auch die Möglichkeit, den Koffer und besonders die Werkzeughalter auf das eigene, bereits vorhandene, private Werkzeug anzupassen.“

„Der Korpus besteht aus Kieferholz und ist mit maschinell hergestellten Fingerzinken verbunden. Boden und Deckel sind mit selbst furniertem Sperrholz und teilweise noch mit Intarsien (Furniereinlegearbeiten) versehen. Der Träger ist aus braunberniger Esche gefertigt. Jeder Koffer ist also individuell gestaltet“, erklärt Klaus Wegers Kollege Frank Bachmann die Details. Für die Herstellung der Buchsen im Tragebügel wechselten die Schüler in die Metallwerkstatt: Im Grundlehrgang Metalltechnik fertigten sie diese bei Fachlehrer Michael Schweitzer.

„Egal, ob es nun im späteren Arbeitsleben um die Aufstellung einer Schrankwand oder Küche oder die Anpassung eines Regals geht, BGJ-Absolventen sind gut gerüstet für eine Tischlerausbildung“, freut sich Klaus Weger.

Das BGJ

Das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) stellt eine gute Möglichkeit dar, nach einem erfolgreichen Hauptschulabschluss einen Einstieg in einen Ausbildungsberuf zu schaffen und eine erste berufliche Grundbildung zu erlangen. Neben berufsfeldbezogenem Praxis- und Theorieunterricht stehen auch allgemeinbildende Fächer im Stundenplan. Hinzu kommt ein Betriebspraktikum. In den Beruflichen Schulen Bebra werden die Fachrichtungen Körperpflege, Metalltechnik, Holztechnik sowie Ernährung- und Hauswirtschaft angeboten. Es schließt mit einer Prüfung ab. In bestimmten Ausbildungsberufen kann der erfolgreiche BGJ-Abschluss als erstes Ausbildungsjahr angerechnet werden. Zugangsvoraussetzungen sind unter anderem ein Hauptschulabschluss und eine Altersgrenze von höchstens 18 Jahren.

Detaillierte Informationen sind in den Beruflichen Schulen Bebra, Auestraße 30, 36179 Bebra, Telefon 06622 / 7493 oder unter www.Berufsschule-Bebra.de erhältlich.