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Pressebericht: 2009

Startschuss für das Berufliche Gymnasium

68 Jugendliche machen sich in Bebra auf den Weg zum Abitur

Der letzte Stein am großen Gebäude Berufliche Schulen in Bebra ist gestern mit der offiziellen Eröffnung des Beruflichen Gymnasiums gesetzt worden. 68 Jugendliche aus dem gesamten Landkreis Hersfeld-Rotenburg werden in den kommenden drei Jahren versuchen, in den Fachbereichen Wirtschaft oder Technik die Allgemeine Hochschulreife zu erlangen.

Grünes Licht für das Berufliche Gymnasium hatte im Juni vergangenen Jahres der damalige Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) gegeben. Die Jahre zuvor war das Berufliche Gymnasium immer am Votum von Kultusministerin Karin Wolff (CDU) gescheitert. Aber weder die Kommunalpolitiker noch die Menschen in der Region gaben sich mit dem Nein aus Wiesbaden zufrieden.

Insbesondere Schulleiter Wolfgang Haas wurde von den Rednern als die treibende Kraft im Kampf für das Berufliche Gymnasium gesehen. Sein Engagement und mehr als 2000 Unterstützerunterschriften haben im Kultusministerium ihre Wirkung hinterlassen.

Und so freute sich gestern die amtierende Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP), den neuen Schulzweig freigeben zu dürfen. Das bekräftigte sie auch mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bebra: "Herzlichen Glückwunsch zum Beruflichen Gymnasium", schrieb sie dort hinein.

Noch vor zwei Jahren war an eine solche Entwicklung nicht zu denken. Im Kultusministerium wurde das Berufliche Gymnasium Bebra mit nicht zu erfüllenden Vorgaben torpediert. 80 Jugendliche hätten sich für das Schuljahr 2007/2008 anmelden müssen, dann wäre der neue Bildungsgang genehmigt worden. Aber nur 67 Anmeldungen lagen vor. Eine Zahl die heute bei Weitem ausreichen würde.

Im vergangenen Jahr hatte Jürgen Banzer die geforderte Mindestzahl an Schülern auf 50 reduziert. Eine Entscheidung für Bebra und den Landkreis.

Von Mario Reymond