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Die Blockade ist vorbei
Berufliches Gymnasium ist mittlerweile politisch und wirtschaftlich gewollt
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Ministerin und Motor: Vor der offiziellen Eröffnung des Beruflichen Gymnasiums begrüßte Schulleiter Wolfgang Haas Kultusministerin Dorothea Henzler. Haas gilt seit 2004 als unermüdlicher Antreiber des Modells Berufliches Gymnasium. Jetzt hat sein Engagement zum Erfolg geführt. Bebras Bürgermeister Horst Groß zog bei seiner Rede symbolisch den Hut vor dem Oberstudiendirektor. Interessierte Zuhörer: Die 68 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasium waren gestern bei der Eröffnung des neuen Bildungsangebotes der Beruflichen Schulen Bebra mit dabei. |
Das Berufliche Gymnasium ist am Start. Zunächst aber noch in den alten Räumen der Beruflichen Schulen in Bebra. Für die 68 Jugendlichen, die in den kommenden drei Jahren in drei Klassen ihr Abitur in den Schwerpunkten Wirtschaft oder Technik machen wollen, werden jetzt erst neue Klassenräume sowie eine Aula gebaut.
Insgesamt werden 1,95 Millionen Euro verbaut. 1,8 Millionen Euro stammen aus dem Konjunkturprogramm des Landes Hessen. 150 000 Euro schießt die Stadt Bebra für den Bau der Aula hinzu. Die Stadt wird diesen Raum dann auch für eigene Veranstaltungen nutzen dürfen.
Während einer Feierstunde wurde gestern Mittag das Berufliche Gymnasium in Bebra offizeill eröffnet. Neben viel Prominenz aus Politik, Schule und Verwaltung waren natürlich auch die Hauptakteure, die 68 Schülerinnen und Schüler, mit ihren Eltern dabei.
Stolzer Familienvater
Besonders stolz zeigte sich der Kreistagsabgeordnete Jörg Althoff (Grüne). Er hatte gleich doppelten Grund zur Freude. Als Kommunalpolitiker kämpfte er nämlich nicht nur für das neue Bildungsangebot im Landkreis, sondern auch für seinen Sohn Jannis. Der ist nämlich einer der 68 Schüler des Beruflichen Gymnasiums. "Ich freue mich über diese Entwicklung, nachdem Frau Wolff jahrelang alles blockiert hat. Das Berufliche Gymnasium bietet jungen Menschen gute Chancen", erklärt Althoff.
Ähnlich formulierte es Kultusministerin Dorothea Henzler: "Es ist gut, dass ein langer Prozess zu einem guten Ende geführt wurde. Es ist wichtig, auch über berufliche Bildung zu Hochschulreife zu gelangen". Das Berufliche Gymnasium sei mittlerweile politisch und wirtschaftliche gewollt. Schließlich seien Betriebe auf qualifizierte Menschen angewiesen. Daher sei das richtige Bildungsangebot in der Region wichtig, um nicht noch mehr Menschen an die Ballungszentren zu verlieren. Und die Ministerin machte den jungen Menschen Mut: "Zeigen Sie den festen Willen und die Kraft, das Ziel zu erreichen. Es wird sich für Sie lohnen. Das Kultusministerium wird Sie unterstützen. Eine Einladung zur Abiturfeier in drei Jahren werde ich gerne annehmen."
Von der Notwendigkeit des neuen Angebots ist auch Schuldzernentin Christa Bittner überzeugt: "Wir schlagen eine Brücke zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung, die die Schüler zielgerichtet auch in die Berufswelt führt."
Das Berufliche Gymnasium biete beste Voraussetzungen, frühzeitig die eigenen Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen zu erkennen und sich so optimal auf mögliche Berufe vorzubereiten und zu qualifizieren, verdeutlichte Regina Hase, Leiterin der Aus- und Weiterbildung der Continental Automotive GmbH und Mitglied des Schulfördervereins.
Lehrer sind das Herzstück
Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt erklärte, dass das Herzstück einer guten Ausbildung die Lehrerinnen und Lehrer seien: "Auf Sie kommt es an, denn Sie können motivieren und fördern, voranbringen und zu Höchstleistungen anspornen."
Von Mario Reymond
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