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Gesundheitsförderung in der Berufsschule
Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler überreichte den Beruflichen Schulen Bebra das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“.
4 mal 1 gleich 1 Nach vier Teilzertifikaten erhielten die Beruflichen Schulen Bebra mit dem Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ eine bei hessischen Schulen begehrte Auszeichnung. Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler ließ es sich nicht nehmen, die Urkunde selbst zu überreichen.
„Das Gesamtzertifikat ist etwas ganz besonderes“, betonte die Kultusministerin. „Von den etwa 2000 hessischen Schulen ist es bisher 23 Schulen zuteil geworden. Die Beruflichen Schulen Bebra sind die fünfte berufsbildende Schule und somit ebenfalls absolute Vorreiter in Sachen Gesundheit“, hob sie die Bedeutung hervor. Die Gesundheit sei ein hohes Gut und man weiß sie erst dann richtig zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat. Somit sei es äußerst wichtig, dies frühzeitig und in jungen Jahren zu erkennen. Das Zertifikat soll eine Anerkennung für den großen und vorbildlichen Einsatz der Beruflichen Schulen Bebra sein.
Von den Aktivitäten und dem Einsatz der Schule und des Lehrerkollegiums überzeugte sich die Ministerin im Rahmen eines Rundgangs selbst: Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Ernährung- und Hauswirtschaft erläuterten ihr die Zubereitung der gesunden Snacks sowie Eistee. In einem anderen Klassenraum demonstrierten Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums den Umgang mit sogenannten „Rauschbrillen“. Diese simulieren das Sehvermögen bei unterschiedlichen Blutalkoholanteilen, um die Jugendlichen speziell vor Alkohol im Straßenverkehr zu warnen. Beide Unterrichte sind Teil der Aktivitäten zu den Teilzertifikaten „Ernährungs- und Verbraucherbildung“ und „Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung“. Weiterhin haben sich die Beruflichen Schulen Bebra die Teilzertifikate „Bewegung und Wahrnehmung“ sowie „Sucht- und Gewaltprävention“ erarbeitet.
„Gesundheitsfördernde Schule heißt für uns, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler, dass sich die Kolleginnen und Kollegen, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass sich alle der gesamten Schulgemeinde in der Schule wohl fühlen“, erklärte der Schulleiter Wolfgang Haas. „Dass wir eine Schulkultur pflegen, die durch Offenheit, Verlässlichkeit, Transparenz und gegenseitige Wertschätzung geprägt ist.“ Wolfgang Haas hob auch die Bedeutung der Schule und des Zertifikats für die Region hervor und freute sich, die zahlreich erschienenen Vertreter aus der Öffentlichkeit - wie den Landrat, die Erste Kreisbeigeordnete, Landtagsabgeordnete und Bürgermeister - begrüßen zu dürfen.
Dr. Karl-Ernst Schmidt brachte es in seinem Grußwort in Bezug auf die immer stärker zum Problem werdenden Gesundheitsprobleme von Jugendlichen auf den Punkt: „Wir haben ein Problem wir haben aber auch die Lösung: Wir müssen unseren Kindern eine gesunde Lebensweise vorleben!“
Stellvertretend für das „Gesundheitsteam“ der Beruflichen Schulen Bebra zeigte Inga Petersson den Weg zum Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ und die Aktivitäten der Schule auf: „Die Entscheidung in dem Themenfeld Gesundheit besonders aktiv zu werden, ist eine Idee, die aus dem Kollegium stammt. Die Entwicklung war zunächst eher zufällig und wurde vor circa acht Jahren systematischer verfolgt, als unser Kollege Fred Baumert begann, seine Rückenschule in allen Klassen dieser Schule durchzuführen“, blickte Inga Petersson zurück. „Unser zuständiger Fachberater vom Schulamt, Peter Bikoni, ermunterte uns, nach weiteren ‚Schätzen und Perlen’ an unserer Schule zu suchen. So ist in dieser Zeit eine ganze „Perlenkette“ entstanden. Als Beispiele möchte ich Ihnen nur nennen: den Verkauf gesunder Pausensnacks, zahlreiche Aktionen, auch in Kooperation mit der Nachbarschule, zum Thema Essstörungen, Aktionstage zu Gewaltprävention mit hochkarätigen Referenten, Aktionen zur AIDS-Prävention, Verkehrssicherheitstage in Zusammenarbeit mit Polizei und Verkehrswacht sowie zahlreiche Veranstaltungen mit sportlichem Schwerpunkt und auch Planung und Bau eines Fitnessraumes.“ Einen der Höhepunkte stellt sicherlich auch der große Gesundheitstag im Jahr 2009 mit einer möglichst realistischen Unfallbergung mit Notarzt, Feuerwehr und Polizei, Vorträgen, Mitmachaktionen, Ausstellungen, sportlichen Spielen und Wettbewerben dar.
Mit der Verleihung des Gesamtzertifkats werden die Aktivitäten jedoch nicht abgeschlossen ganz im Gegenteil: „Insgesamt werden wir weiter versuchen, die Gesundheitsförderung nachhaltig an unserer Schule zu verankern. So steckt unser Gesundheitsteam beispielsweise derzeit wieder mitten in den Vorbereitungen für einen neuen Gesundheitstag, der zu Beginn des nächsten Schuljahres stattfinden soll.“
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