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Besser Lernen im neuen Haus
Berufliches Gymnasium in Bebra ist fertig
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(v.l.) Bebras Bürgermeister Horst Groß, Wolfgang Haas (Schulleiter), Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, Anita Hofmann (Schulamtsleiterin) und Architekt Frank Dorbritz.
Bildergalerie
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Ein Blickfang ist das neue Gebäude des Beruflichen Gymnasiums in Bebra. Die Bildungsstätte für 210 Schüler in drei Jahrgangsstufen wurde im Juli fertiggestellt. Jetzt wurde das attraktive Haus im Gesamtkomplex der Beruflichen Schulen offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Die Baukosten betragen 2,1 Millionen Euro. Sie wurden über das Konjunkturprogramm des Landes Hessen finanziert. Entstanden sind neun Klassenräume im ersten Stock, die Aula im Erdgeschoss und Fachräume im sanierten kaufmännischen Trakt. An den Kosten der Aula beteiligte sich die Stadt Bebra mit 150 000 Euro. Durch diese Beteiligung kann die Aula auch von der Stadt und seinen Bürgern genutzt werden. Der Saal mit einer modernen Raumakustik bietet Platz für bis zu 350 Personen. Im Beruflichen Gymnasium in Bebra haben Schüler die Möglichkeit, die allgemeine Hochschulreife zu erlangen.
Berufliches Gymnasium ist komplett
„Mit der Einschulung im August ist der Aufbau des Beruflichen Gymnasiums an den Beruflichen Schulen Bebra komplett. Damit ist ein langer Weg bildungspolitischer Entscheidungen erfolgreich zum Abschluss gebracht worden“, stellte der Schulleiter, Oberstudiendirektor Wolfgang Haas, fest.
Die Einrichtung eines solchen Bildungsgangs sei schon seit mehreren Jahren im Gespräch gewesen, um ein wichtiges Element in der bildungspolitischen Landschaft der Region zu ergänzen: die allgemeine Hochschulreife mit intensivem Berufsbezug. Dieses Angebot biete insbesondere den jungen Menschen eine schulische Alternative, die sich schon vor der Aufnahme eines Studiums in einem Berufsfeld erproben wollten. Sie hätten zudem die Möglichkeit, sich bereits während ihrer Schulzeit auf die Anforderungen eines Ingenieur- oder Technikstudiengangs vorzubereiten. Dies gelte auch für eine betriebswirtschaftliche Ausbildung, erklärte Haas. In keinem anderen Bildungsgang würden in den drei Jahren der Oberstufe 30 Unterrichtsstunden pro Woche in dem jeweiligen Schwerpunktfach unterrichtet. Mit dem Abschluss des Beruflichen Gymnasiums, der allgemeinen Hochschulreife (Abitur), könnten die Absolventen jeden beliebigen Studiengang an einer deutschen Universität wählen und nicht nur den bislang eingeschlagenen fachlichen Schwerpunkt.
Ideale Ergänzung
Mit dem Bildungsgang werde das schulische Profil des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ideal ergänzt. Damit erfülle die Bildungsstätte eine vorrangige gesellschaftliche Aufgabe, die Schule weiterzuentwickeln, um unterschiedliche Begabungen zu fördern.
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Zum neuen Gebäude
Das Architekturbüro Frank Dorbritz
Das Berufliche Gymnasium Bebra ist eine Lehranstalt. Schülern wird das Wissen zum Absolvieren der Hochschulreife vermittelt. Das Umfeld hierzu ist die nun fertiggestellte bauliche Erweiterung der Beruflichen Schulen Bebra. Entstanden ist ein neues Gebäude, das in seiner Architektur selbstständig und selbstbewusst wirkt. Wie der letzte Baustein des Ensembles der beruflichen Schulen. Das neue Haus fasst den Schulhof ein und bildet Ausblick und Rückgrat der Parkanlage. Gleichzeitig ist es Bindeglied und Ergänzung des Schulkomplexes, dem eine ausreichend große Aula und neun Klassenräume für den neuen Schulzweig fehlten. Das neue Gebäude sollte auch der neue Zugang des Geländes werden. Ein Hingucker, aber auch eine logische Ergänzung des Bestehenden. Durch die Klarheit der Architektur und der eindeutigen Formensprache ist bei dem neuen Gymnasium beides gelungen: Das Gebäude zeigt Großzügigkeit obwohl es sich ausschließlich an dem Raumprogramm orientiert. Es bietet Schutz und Vordach durch die auskragenden Klassenräume, wobei dies einfach nur als Resultat dessen erscheint, dass oben mehr Räume sind als darunter. Die Aula ist Raum und dennoch gleichzeitig optischer Durchgang vom Schulhof in den landschaftlichen Park. Die Oberlichter in der Decke des Obergeschosses scheinen logische Folgerung der runden, elektrischen Beleuchtung, gleichzeitig transportieren sie jedoch so viel Licht in den Flur, das tagsüber kein Kunstlicht benötigt wird. Architekten reden an diesen Stellen gern von unsichtbarem Design. Einem Mehrwert, der das Soll erfüllt, ihn jedoch durch einen kleinen Kniff um ein Vielfaches erweitert und nutzbar macht.
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